Anlaufstelle für Opferschutz

Seit Frühjahr 2010 hat das Land Tirol die Verantwortung für Personen übernommen, die Gewalt in ehemaligen Erziehungseinrichtungen des Landes erfahren haben. Viele Betroffene haben sich seither gemeldet, um über ihre Erlebnisse in diesen Einrichtungen zu berichten.

Von der Tiroler Landesregierung wurde festgelegt, dass Entschädigungsansprüche auf Schmerzengeld für glaubhaft gemachte Missbrauchsfälle in Landeseinrichtungen geprüft werden. Eine eigens eingerichtete unabhängige Entschädigungskommission behandelt diese Ansuchen.


Ebenso wurde beschlossen, dass die Kosten für psychotherapeutische Leistungen übernommen werden, wenn Betroffene ihre erlebten Missbrauchserfahrungen aufarbeiten möchten.


Bei der Zuerkennung finanzieller und therapeutischer Hilfeleistungen an Betroffene handelt es sich nicht um Schmerzengeldzahlungen im juristischen Sinn, sondern um eine symbolische Geste der politischen Übernahme von Verantwortung.


Die Anlaufstelle für Opferschutz ist bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft Tirol erreichbar.

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Kinder- und Jugendanwaltschaft Tirol
Anlaufstelle für Opferschutz des Landes Tirol
Meraner Straße 5
6020 Innsbruck

 

Tel: 0512 508 3795
E-Mail: barbara.winner(at)tirol.gv.at

 

Literaturhinweis:

„Im Namen der Ordnung – Heimerziehung in Tirol“ (Horst Schreiber, 2010)

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