Sucht & Drogen

 

In Österreich ist der Erwerb, der Besitz, die Erzeugung aber auch das Anbieten, Überlassen, Verschaffen und der Anbau von bestimmten Suchtmitteln verboten.

Man unterscheidet zwei Gruppen von Suchtmitteln:

  • Legale Suchtmittel nicht verboten (Alkohol, Koffein, Medikamente, Tabak, u.v.m.)
  • Illegale Suchtmittel verboten (Amphetamine, Cannabis, Crack, Codein, Ecstasy, Heroin, Kokain, LSD, Methadon u.v.m.) 

 

Rechtliche Folgen:

 

Legale Suchtmittel:

Legale Suchtmittel sind zwar grundsätzlich nicht verboten, aber trotzdem gibt es dafür Regelungen. Im Tiroler Jugendgesetz zum Beispiel ist geregelt, dass das Rauchen erst ab 18 Jahren erlaubt ist, genauso wie der Erwerb, der Konsum und die Weitergabe von anderen Tabakartikeln (Snus, Shisha, E-Zigaretten,…). Außerdem dürfen gebrannter Alkohol und Mischungen erst ab 18 Jahren konsumiert werden. Bier, Wein und Sekt sind ab 16 Jahren erlaubt.

 

Illegale Suchtmittel:

Wer illegale Suchtmittel verkauft, besitzt, herstellt, anbietet, überlässt, verschafft oder anbaut, verstößt gegen das Gesetz.

 

Geregelt ist das im Suchtmittelgesetz (kurz: SMG).

Verstößt du gegen das Suchtmittelgesetz, drohen dir

  • hohe Geldstrafen und
  • in manchen Fällen sogar das Gefängnis.

Wenn der Verdacht besteht, dass das Suchtmittel ausschließlich für deinen eigenen persönlichen Gebrauch oder den persönlichen Gebrauch eines anderen dient, ohne dass du beispielsweise daran Geld verdienst, wird dieser Fall direkt an die Bezirksverwaltungsbehörde (BH) als Gesundheitsbehörde weitergeleitet. Dort wirst du dann untersucht.

Generell ist das Ziel aber nicht, sofort zu bestrafen, sondern es wird zuerst versucht, durch bestimmte andere Maßnahmen zu helfen. Diese werden „gesundheitsbezogene Maßnahmen“ genannt.

Gesundheitsbezogene Maßnahmen sind

  • die ärztliche Überwachung des Gesundheitszustands,
  • die ärztliche Behandlung einschließlich der Entzugs- und Drogenersatztherapie,
  • die klinisch-psychologische Beratung und Betreuung,
  • die Psychotherapie sowie
  • die psychosoziale Beratung und Betreuung.

Diese Maßnahmen sollen helfen, dass du den Konsum von Drogen beendest und kein größeres Suchtproblem bekommst. Die Gesundheitsbehörde macht nur dann eine Anzeige, wenn du dich weigerst, diese Maßnahmen zu befolgen.

 

In der Schule:

 

Liegt in der Schule ein Verdacht vor, dass du Drogen konsumierst, muss die Direktorin/der Direktor dich zur Untersuchung zur Schulärztin/zum Schularzt bringen. Auch deine Eltern werden informiert. Im Rahmen der schulärztlichen Untersuchung wird dann festgestellt, ob eine gesundheitsbezogene Maßnahme (wie vorhin beschrieben) notwendig ist. Auch die Schulpsychologie kann beigezogen werden.

Solltest du oder deine Eltern die Zustimmung zur Untersuchung verweigern, hat die Direktorin/der Direktor anstelle einer Anzeige die Bezirksverwaltungsbehörde (BH) als Gesundheitsbehörde darüber informieren.

 

Führerschein:

 

Wenn du Suchtmittel konsumierst (speziell illegale Suchtmittel), kann es passieren, dass dich die Polizei kontrolliert und du als nicht mehr fahrtauglich angesehen wirst. Das kann dann zur Entziehung deines Führerscheins führen!

 

Weitere Informationen für Jugendliche, Eltern, Lehrpersonen u.a. findest du hier und hier

Hast du generell Fragen zum Thema Drogen und Sucht? Dann wende dich an die

Suchtberatung Tirol

www.verein-suchtberatung.at
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Tel. Nr. 0512/580080
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