Pflichtpraktikum

 

Viele Schülerinnen und Schüler müssen im Laufe ihrer Ausbildung ein Pflichtpraktikum absolvieren.

Bei einem Pflichtpraktikum handelt es sich im Gegensatz zu einem Ferialjob aber nicht um ein Arbeitsverhältnis, sondern um ein Ausbildungsverhältnis. Im Vordergrund stehen hier die Ausbildung und die Möglichkeit Praxiserfahrung zu sammeln.

Bei der Absolvierung eines Pflichtpraktikums hast du grundsätzlich weder einen Lohn- noch Urlaubsanspruch! Ausnahmen können jedoch die einzelnen Kollektivverträge vorsehen, wie dies zum Beispiel im Hotel- und Gastgewerbe der Fall ist.

Der Grund, warum nicht die ganzen Vorschriften des Arbeitsrechts für Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten gelten ist, dass man während des Praktikums nicht als Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer im klassischen Sinn gilt.

In der Praxis zahlen einige Betriebe ihren Praktikantinnen und Praktikanten freiwillig ein Taschengeld. Wenn man ein Taschengeld erhält, muss man sich genau über die Anmeldung bei der Sozialversicherung informieren. Je nach Höhe des Taschengeldes schaut die Versicherungspflicht unterschiedlich aus.

Bei einem Pflichtpraktikum ist auch noch zu beachten, dass das Praktikum mit deiner Ausbildung zu tun haben muss (facheinschlägige Tätigkeit) und ein Praktikumsbericht anzufertigen ist. Falls du ein Praktikum im Ausland machst, wäre es gut, abzuklären, ob du vielleicht eine Praktikumsversicherung abschließen solltest und ob es vielleicht eine Förderung für dein Vorhaben gibt (z. B. Erasmus+).

Mehr Informationen zum Thema Pflichtpraktikum erhältst du hier.

Und noch eine kurze allgemeine Info: Kinder und Jugendliche gehören im Arbeitsrecht zu den besonders schützenswerten Personen. Es gibt z. B. das Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz, das wichtige Regeln enthält.