Sucht & Drogen

 

In Österreich ist der Umgang mit Suchtmitteln (Erwerb, Besitz, Erzeugung, Beförderung, Ein- und Ausfuhr, Anbieten, Überlassung und Verschaffung sowie der Anbau diverser Pflanzen) grundsätzlich verboten. Die Verbote sind im Suchtmittelgesetz(SMG) geregelt. Wer gegen das SMG verstößt, kann sich gerichtlich strafbar machen.

Zu den Suchtmitteln zählen unter anderem Cannabisprodukte (Marihuana, Haschisch, THC etc.), Rohopium und Opiate (Opium, Heroin, Morphin, Codein, Methadon etc.), Kokablätter und Kokain, Amphetamin sowie Designerdrogen wie z.B. Ecstasy oder diverse Halluzinogene (wie z.B. LSD).

 

Strafrechtliche Konsequenzen

Die strafrechtlichen Bestimmungen sind in den §§ 27 bis 43 SMG geregelt:

  • So legt § 27 SMG für den unerlaubten Umgang mit Suchtgiften zu Missbrauchszwecken den Strafrahmen einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen fest.  

Beachte: Je nach den konkreten Umständen kann der unerlaubte Umgang mit Suchtmittel aber auch höher bzw. niedriger bestraft werden!

So ist z.B. die gewerbsmäßige Begehung einer solchen Tat mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen. Auch wer als Volljährige/Volljähriger durch die Tat einer minderjährigen Person den Gebrauch von Suchtgift ermöglicht, kann mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden.

Der unerlaubte Umgang mit Suchtgift ausschließlich für den persönlichen Gebrauch sowie die Begehung im Sinne einer sogenannten "Beschaffungskriminalität" führen grundsätzlich zu einer Senkung der Strafhöhe.

    • Suchtgifthandel (§ 28a SMG) wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, unter Umständen sogar mit Freiheitsstrafe von zehn bis 20 Jahren oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

     

    Verwaltungsstrafrechtliche Konsequenzen

    Fällt das Delikt nicht in die Zuständigkeit der Gerichtsbarkeit, so handelt es sich um eine Verwaltungsübertretung im Sinne des § 44 SMG. Wer eine solche begeht, kann von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu 36 300 Euro, im Nichterbringungsfall mit einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Wochen bestraft werden.

    Im Speziellen sei hier auch auf das Führerscheingesetzhingewiesen. Dieses sieht Sanktionen für das Lenken eines Fahrzeuges unter Suchtmitteleinfluss vor. § 7 Abs. 1 Führerscheingesetz (FSG) regelt unter anderem, dass eine Person als verkehrsunzuverlässig gilt, wenn angenommen werden muss, dass sie die Verkehrssicherheit durch einen durch Suchtmittel beeinträchtigten Zustand gefährden wird. Auf konkreten Verdacht hin wird die Suchtmittelbeeinträchtigung durch einen öffentlichen Sanitätsbediensteten oder bei der Bundespolizeibehörde tätigen Arzt (meist mittels Harnprobe) überprüft. Infolge einer Suchtmittelfeststellung  während des Lenkens kann es zum Führerscheinentzug ebenso wie zu einer Geldstrafe kommen.

    Weitere Information findest du hier 

     

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