Snus

 

Ganz nach schwedischem Vorbild kommt auch bei uns der „Genuß von Snus“ immer mehr in Mode. Beachte dabei aber folgende rechtlichen und gesundheitlichen Fakten:

Grundsätzlich ist die Einfuhr für den Eigengebrauch, sowie der Konsum von Snus in Österreich straffrei.  Da es sich bei Snus um ein Tabakerzeugnis handelt, fällt der Snuskonsum in Österreich unter das Jugendgesetz und ist somit in Tirol erst ab 18 Jahren erlaubt, der Verkauf ist hingegen verboten.

Europaweit ist der Verkauf von Snus durch die Tabakprodukt-Richtlinie 2001/37/EU verboten. Nur für den Mitgliedsstaat Schweden gibt es eine Ausnahmeregelung, weshalb der Verkauf dort erlaubt und der Konsum weit verbreitet ist.

Wer in Österreich trotzdem Snus verkaufen will, begeht eine Verwaltungsübertretung nach dem Tabak- und Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetz, wofür – sofern es sich nicht überhaupt um eine Tat handelt, die in die Zuständigkeit der Gerichte fällt – eine Geldstrafe bis zu € 7 500,- verhängt werden kann. Darüber hinaus können die verbotenen Gegenstände eingezogen werden.

Aber auch aus gesundheitlicher Sicht darf der Konsum von Snus nicht unterschätzt werden. Die kleinen Beutelchen stellen nämliche wahre Nikotinbomben dar. Die Wirkungen sind somit die gleichen wie beim Rauchen mehrerer Zigaretten: es entsteht nach wiederholtem Konsum eine Gewöhnung und ziemlich rasch eine körperliche Abhängigkeit. Auch wenn es durch den Gebrauch von Snus nicht so oft zu Erkrankungen der Atemwege und der Lunge kommt, werden durch Snus vor allem das Zahnfleisch, die Mund- und Halsschleimhäute, die Zähne und der Kehlkopf angegriffen. Das Snusen setzt auch dem Kauapparat zu. Und auch Krebserkrankungen kommen vermehrt vor, vor allem in den Bereichen der Mundhöhle und der Lippen.