Zigaretten und E-Zigaretten

 

E-Zigarette

Die E-Zigarette ist in ihrer Größe und Form einer herkömmlichen Zigarette sehr ähnlich. Es gibt mittlerweile aber auch schon eine Vielzahl neuartiger Modelle. Die E-Zigarette ist ein Gerät, mit dem man verdampfte Flüssigkeit (Liquid) anstelle von Zigarettenrauch inhaliert. Die Verdampfung wird über ein Heizelement bewirkt. Dadurch kommt es zu einer Vernebelung der Liquids. Bei manchen E-Zigaretten simuliert eine Leuchtdiode ein Glimmen der Zigarettenspitze.

E-Zigaretten können prinzipiell mit Nikotin oder ohne Nikotin befüllt werden.

Gefahren:

Beworben werden E-Zigaretten häufig als die „gesündere Alternative“ zu Zigaretten und als Mittel der Raucherinnen- und Raucherentwöhnung.

Eine derartige Aussage kann seriöserweise aber nicht getroffen werden.

Denn neben dem häufig enthaltenen Nikotin, das eine giftige und stark Sucht erzeugende Substanz darstellt, gibt es Forschungsergebnisse, wonach E-Zigaretten (mit und ohne Nikotin) sogenannte Nitrosamine enthalten, welche ebenfalls krebserregend sind.

Daneben enthalten E-Zigaretten Propylenglykol, was zu Atemwegsreizungen führen kann.

Man sollte nicht davon ausgehen, dass E-Zigaretten tatsächlich eine "gesündere Alternative" zum Rauchen darstellen. Denn auch sie verführen zum Rauchen und fördern das Suchtpotenzial!

Allerdings gibt es E-Zigaretten noch nicht so lange. Darum fehlen Langzeitstudien, um das tatsächliche Risiko beurteilen zu können.

 

Rechtslage in der EU, Österreich und Tirol: 

Der Gesetzgeber hat die Gefährlichkeit bzw. schädliche Wirkung von E-Zigaretten erkannt und entsprechende Rechtsvorschriften erlassen.

 

EU:

Auf europäischer Ebene ist die Richtlinie für Tabakerzeugnisse (2014/40/EU) zu erwähnen. Mit dieser Richtlinie wurden erstmals auch E-Zigaretten reguliert. Die Richtlinie enthält Vorschriften über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen, wozu auch E-Zigaretten gehören. Die Richtlinie legt unter anderem Sicherheits- und Qualitätsanforderungen für E-Zigaretten fest.

Österreich:

In Österreich gibt es auch ein eigenes Tabak- und Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetz (kurz: TNRSG). Im § 1 dieses Gesetzes wird definiert, was eine E-Zigarette ist. (Wenn du die Definition nachlesen willst, kannst du ganz nach unter scrollen.) 

Weitere Bestimmungen des TNRSG sind zum Beispiel Regelungen bezüglich Inverkehrbringen, der Verpackung elektronischer Zigaretten oder Kontrollen.

Kurz zusammengefasst handelt es sich dabei im Wesentlichen um Vorschriften bezüglich Meldepflichten der Herstellerinnen/Hersteller und Importeurinnen/Importeure und um Informationspflichten betreffend das Produkt. Bei E-Zigaretten und Nachfüllbehältern muss ein Beipackzettel dabei sein. Der Beipackzettel muss zum Beispiel enthalten

  • Warnung für spezielle Risikogruppen

  • Info über mögliche schädliche Auswirkungen

  • Info zum Suchtpotenzial und Schädlichkeit

  • und andere Warnhinweise.

Tirol:

Eine ausdrückliche Regelung betreffend E-Zigaretten (samt Zubehör) enthält auch der § 18b Tiroler Jugendgesetz. Gemäß dieser Bestimmung besteht für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr das Verbot, Wasserpfeifen (Shishas), E-Shishas, E-Zigaretten sowie die dafür verwendeten Tabake, Melasse-Mischungen und Liquids zur Verbrennung bzw. zur Verdampfung zu erwerben oder in der Öffentlichkeit zu konsumieren. Auch die Weitergabe an Kinder und Jugendliche ist verboten.

Zusammengefasst gilt also, dass in Tirol für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren der Erwerb und Konsum von E-Zigaretten verboten ist.

 

Definition, § 1 TNRSG:

Die E-Zigarette wird definiert als ein Erzeugnis, das zum Konsum nikotinhaltigen oder nikotinfreien Dampfes (Nebels) mittels eines Mundstücks verwendet werden kann, oder jeder Bestandteil dieses Produkts, einschließlich einer Kartusche, eines Tanks, und des Gerätes ohne Kartusche oder Tank. Elektronische Zigaretten können Einwegprodukte oder mittels eines Nachfüllbehälters oder Tanks nachfüllbar sein oder mit Einwegkartuschen nachgeladen werden.